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Georg Ernst

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Stories über Sicherheit

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Ebreichsdorf  |  30.01.2012 - Sichereres Social Networking

Würden Sie einer vollkommen fremden Person Einzelheiten über Ihre Familie, Ihre Arbeit, Ihr Liebesleben, Ihre Hobbys und Interessen erzählen? Würden Sie dieser Person auch persönliche Fotos zum Betrachten aushändigen? Auf der Straße angesprochen, würden die meisten Menschen auf diese Fragen mit "Nein" antworten. Dennoch geschieht genau das im Internet, wo Millionen von uns auf den extrem beliebten Social-Networking-Sites und in Chat-Rooms solche Informationen preisgeben.

MySpace, Facebook, Orkut, Bebo, Hi5 und andere soziale Netzwerke haben die Aufmerksamkeit von Internetbenutzern in der ganzen Welt erreicht. Auf unterhaltsame Art können Kontakte mit Freunden gepflegt werden. Es entstehen Gemeinschaften, deren Mitglieder auf unterschiedliche Arten interagieren können, z. B. per Instant Messaging, E-Mail, in Chat-Rooms, in Untergruppen und Blogs mit speziellen Interessen oder beim Austauschen von Fotos, Musikstücken und Videoclips. Einige soziale Netzwerke verfolgen Dating zwecke, während in anderen Geschäftskontakte gefördert werden.
Über solche Websites können Sie herausfinden, was aus Ihren alten Schulfreunden geworden ist oder wer zum Freundeskreis Ihres Expartners gehört. Eine solche Freizeitgestaltung kann abhängig machen, und viele Menschen haben sich tatsächlich schon in solchen Websites verloren. Der Medienhype um solche Websites hat ihren "Coolness-Faktor" sogar noch erhöht. Promis erzählen in Interviews, wie häufig sie täglich ihre Facebook-Seiten aktualisieren und sich über die Aktivitäten ihrer Freunde informieren. Musiker und andere Künstler promoten ihre Arbeit aktiv über MySpace.
Soziale Netzwerke im Internet sind hip und unterhaltsam, doch sie stellen für Internetbenutzer auch ein entscheidendes Sicherheitsproblem dar. Mit Millionen aktiver Benutzer und riesigen Datenbanken voll wertvoller Informationen werden Social-Networking-Sites zunehmend zum Ziel von Online-Kriminellen. Welche Mission sie verfolgen? - Eindringen in unsere Computer, Stehlen unserer persönlichen Daten und Leeren unserer Bankkonten!

Geben Sie nicht zu viel von sich preis!
Kernstück des Social-Networking-Phänomens sind die persönlichen Profilseiten, die Benutzer über sich selbst anlegen. Diese können mit den Seiten der entsprechenden Freunde, der Freundesfreunde usw. verlinkt werden. Je mehr Informationen jeder Einzelne auf seinen Seiten veröffentlicht und je größer die Gemeinschaften werden, desto reizvoller wird natürlich die Interaktion.
Natürlich liegt es an jedem selbst, wie viel er von seinem privaten Leben preisgibt. Die Websites bieten zwar verschiedene Stufen für private Einstellungen, mit denen Sie den Zugriff auf Ihre Profilseite und Ihre Interaktion mit anderen kontrollieren können. Doch bleiben Ihre Informationen wirklich privat? Tatsächlich gilt, je mehr Informationen Sie online preisgeben, desto angreifbarer werden Sie - mit möglicherweise weitreichenden Konsequenzen für Ihr Leben außerhalb des Internets. Dennoch sind viele Menschen unglaublich sorglos, wenn es um den Online-Schutz ihrer Privatsphäre und ihres Rufs geht.

Wo aber liegt das Risiko, wenn Sie zu viel von sich selbst erzählen? Beginnen wir mit dem Identitätsdiebstahl - einem weitverbreiteten Industriezweig im Internet. Die aus Social-Networking-Sites gewonnenen Informationen werden von Kriminellen genutzt, um unsere E-Mail-Konten mit Spam zu überhäufen und mithilfe ausgefeilter Social-Engineering-Techniken gezielt Angriffe auf spezielle Personen oder Unternehmen auszuführen.
Mit persönlichen Angaben erreichen Kriminelle eine gewisse Glaubwürdigkeit, und ihre Aktionen erscheinen überzeugender. Stellen Sie sich beispielsweise eine E-Mail vor, die den Anschein erweckt, sie sei von einem Bekannten, da Sie mit Ihrem Vornamen angesprochen und die Namen Ihrer Kinder erwähnt werden. Diese Mail sieht nicht aus wie eine Spam-Nachricht und schafft es unter Umständen, Sie so zu täuschen, dass Sie noch weit persönlichere Daten preisgeben. Mit ähnlichen Methoden wird versucht, finanzielle Informationen von Unternehmen zu erhalten.
Social-Networking-Sites werden auch von Verbrechern aller Art und Pädophilen bei der Suche nach potenziellen Opfern genutzt. Im Web ist die Annahme falscher Identitäten ein Kinderspiel, deshalb sollten Sie eine gesunde Skepsis an den Tag legen und nicht alles glauben, was Sie auf Social-Networking-Sites sehen und hören. Der hübsche junge Student, mit dem Sie kommunizieren, könnte immer auch ein Betrüger mittleren Alters sein. Wenn Sie eine Person, mit der Sie sich online angefreundet haben, treffen möchten, wählen Sie dazu immer einen Treffpunkt in der Öffentlichkeit, und lassen Sie sich nach Möglichkeit begleiten.

Da Social-Networking-Sites und Chat-Rooms besonders für Kinder und Teenager attraktiv sind, ist es die wichtige Aufgabe von Eltern, ihnen ein sicheres Online-Verhalten anzuerziehen und darüber im Bilde zu sein, womit sich der Nachwuchs online beschäftigt. Die erste Regel betrifft die Gestaltung der Profilseiten und das Posting von Nachrichten auf öffentlichen Websites. Vermeiden Sie stets die Angabe folgender Informationen: Adresse, Telefonnummer, Sozialversicherungsnummer, Bankdetails sowie jegliche Informationen zu Ihrer täglichen Routine.
Auf Bebo finden Sie für Eltern und Kinder einen ausgezeichneten Überblick über die Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit Social-Networking-Sites: www.bebo.com/Safety.jsp. Eine weitere empfohlene Site für Eltern finden Sie unter www.saferinternet.org.
Waren Sie Ihren guten Ruf

Machen Sie sich im eigenen Interesse Folgendes klar: Alle Angaben, die Sie in Ihrem Profil oder in anderen gemeinschaftlichen Foren machen, bleiben lange nachdem Sie sich von der Website abgemeldet haben im öffentlichen Raum erhalten. Dies betrifft auch die verrückten Beiträge und wilden Fotos, die Sie auf Facebook zunächst veröffentlicht und dann doch gelöscht haben, weil Sie plötzlich Bedenken hatten. Das Problem ist, dass dieses "Zurücknehmen" nicht wirklich funktioniert. Sobald Sie einen Beitrag oder ein Bild ins Web gestellt haben, können Sie kaum kontrollieren, wer das Material kopiert, wo es genutzt wird und wie weit die Verbreitung letztendlich geht.

Schützen Sie also Ihren Ruf. Denken Sie zweimal nach, bevor Sie sich in Online-Foren an gegenseitigen Beschimpfungstiraden beteiligen oder kompromittierende Fotos veröffentlichen, die Sie möglicherweise eines Tages in schlechtem Licht dastehen lassen könnten. Widerstehen Sie der Versuchung, Ihre Freunde mit einem zu offenherzigen Profil zu beeindrucken. Es könnte damit enden, dass Sie von Leuten ausgenutzt werden, die wirklich nichts über Sie wissen sollten.

Ein kurzzeitig abhandengekommenes Urteilsvermögen kann Sie Jahre später noch erwischen, wenn Sie sich für Jobs oder Kurse bewerben oder wenn Sie eine verantwortungsvolle Position in der Gemeinschaft übernehmen wollen. Arbeitgeber führen häufig eine Websuche durch, wenn sie jemanden einstellen möchten. Dies gilt auch für potenzielle Lebensgefährten! Einige Geschichten sollten Sie den richtigen Personen lieber zu einem geeigneten Zeitpunkt von Angesicht zu Angesicht erzählen.
Bewahren der Sicherheit

Auf vielen Social-Networking-Sites im Internet wird der Import von Inhalten, wie z. B. Videoclips, gefördert, und auch Zusatzanwendungen von Drittanbietern werden akzeptiert. Das kann von Virenautoren ausgenutzt werden, um ihren schädlichen Code in Netzwerke einzuspeisen. Ein Beispiel dafür ist der Wurm, der sich im letzten Jahr auf der Website Orkut rasend schnell verbreitete und etwa 655.000 Computer in Brasilien befiel.

In der heutigen Zeit hat Ihr Online-Wohlbefinden einen direkten Einfluss auf Ihr wirkliches Leben. Genießen Sie die Social-Networking-Sites, aber vergessen Sie die Sicherheit nicht. Auf diese Weise schützen Sie Ihren Computer, Ihren Geldbeutel, Ihren Ruf und auch Ihre Freunde und Familienmitglieder.

Quelle: F-Secure

web: computer-community.repage.de
email: networker@eclipso.eu

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andreas winter andreas winter schrieb am
06.02.2012, 1:56

Fisch und Fleisch.

Würden Sie einer vollkommen fremden Person Einzelheiten über Ihre Familie, Ihre Arbeit, Ihr Liebesleben, Ihre Hobbys und Interessen erzählen?


Warum nicht?
Erzählen oder posten,ist ja wohl noch ein Unterschied.


Super dass du das mal rauslässt,was dich bewegt.

Deine Zeilen bleiben immer im Netz.
Na und?

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