The hottest pick this year!
Man witzelte über Potenzpillen, wunderte sich über die unverdrossenen Geschäftsangebote aus Nigeria, die früher per Fax, heute per Mail und morgen wahrscheinlich via VoIP ins Haus schneien. Während die Penisverlängerungen ein wenig aus der Mode gekommen zu sein scheinen, trampeln die Clali$- und V│a9ra- Marktschreier immer noch wie Spam- Dinosaurier durchs Netz. Offenbar benötigt man die potenten Pillen für die dauerwilligen Damen, die angeblich gleich nebenan leben sollen – äußerst respektlos gegenüber meiner ehrbaren 80-jährigen Nachbarin.
Doo yoou likee charming Teenies?
Außer den zwielichtigen Software-Händlern, Markenuhrenfälschern, Casino-Türstehern und neuerdings Billigbörsenspekulanten pöbeln mir immer mehr Durchgedrehte und Dadaisten aus dem Posteingang entgegen. Mal fehlt die Webadresse, wo ich die magischen Medikamente bekommen soll, mal besteht die Nachricht aus asiatischen Kringeln und Strichen. Rätselhafte Text-Schnipsel, reizvoll kollagierte botpoesie, ganze Romanausschnitte türmen sich bei mir. Aber was soll ich damit?
Erwünschte Mails sind längst die Ausnahme im großen Grundrauschen. Ohne Filterung geht es nicht mehr. Damit ist die Mail-Zustellung aber so unsicher geworden wie noch nie in der über dreißigjährigen Geschichte dieses Mediums. Wer keine Antwort auf seine Nachricht bekommt, muss sich fragen, ob sie überhaupt angekommen ist, und die Ausrede „ist wohl in meinem Spamfilter hängen geblieben“ lässt sich jederzeit anbringen.
cheapAll countries shipingBest pharma site
Die Ansätze, Sam technisch zu bekämpfen, kommen nicht in die Gänge. Yahoos DomainKeys, das die Fälschung der Absender-Domain verhindert, bereitet sich in der Geschwindigkeit eines Gletschers aus. Der flächendeckenden Einführung der ähnlich gelagerten Sender-ID-Technik stehen Patentansprüche eines US-amerikanischen Software-Konzerns im Weg –
Innovationsschutz nützt uns allen . . . Dieselbe Firma stellt übrigens Betriebssysteme für PCs her, die überdurchschnittlich oft von Spam-Bots befallen sind.
Beinahe ist es zum Lachen: Die Menschheit kämpft mit Klimawandel, Überbevölkerung und Rohstoffknappheit – kriegt aber nicht einmal unerwünschte E-Mails in den Griff. Das Wettrüsten zwischen Spam-Versand und Spam-Filterung ist in den letzten Monaten eskaliert. Verzweifelte Spam-Bekämpfer denken darüber nach, dynamisch vergebene IP-Adressen auf Sperrlisten zu setzen, denn Mailserver
auf Heim-Rechnern sind fast immer Bots. Zu Abermilliarden verklebt der Nachrichtenschrott die Leitungen, verstopft die Server, verunsichert die Empfänger. Experten sagenden Kollegen des Systems voraus. Der menschliche Geist, er will nicht rasten, bis er dieses Medium kaputtgespielt hat. Schade drum.
Anderseits: E-Mails lassen sich so gut weg sortieren, filtern und löschen. Termine? Lästige Arbeit? Muss im Junk-Ordner gelandet sein.
ORDNER NOW!
web: computer-community.repage.de
email: networker@eclipso.eu





Keine Bewertung erhalten
Erstelle einen verwandten Beitrag




Kommentare
zu diesem Artikel gibt es 0 Kommentare